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Reisebüro Öffnungszeiten

Durch die Corona-Krise und die damit eingeschränkten Reise-Möglichkeiten passen wir auch die Öffnungszeiten der briOtours-Reisebüros an.

Generell erreichen Sie uns:

Reisebüro briOtours in Wittingen -

Tel. 0 58 31 - 99 28 81
Bahnhofstr. 40
Mo - Fr  09:00 - 15:00 Uhr

 

Reisebüro briOtours in Vorsfelde -

Tel. 0 53 63 - 7 20 02
Lange Str. 30
Mo 10:00 - 15:00 Uhr

 

Reisebüro briOtours in Fallersleben -

Tel. 0 53 62 - 6 43 33
Schulzen Hof 32
Mo - Fr  10:00 - 15:00 Uhr

 

Reisebüro briOtours in Königslutter -

Tel. 0 53 53 - 89 10
Am Markt 16
Do 10:00 - 13:00 Uhr

 

 


Quer durch Deutschland mit der *****nickoVision

Ein Flussfahrt ab Düsseldorf Richtung Passau vom 26. Juni bis 06. Juli 2020

Was für ein Gefühl, nach dem kompletten Lock Down im März endlich im Juni wieder an Bord zu gehen. Es fühlt sich wie gewohnt an: gut! Sehr oft habe ich das Einchecken auf einem Schiff schon mitgemacht, doch heute ist es ein klein wenig anders.

Aber der Reihe nach: Mit 33 Gästen und zwei Bussen sind wir unterwegs nach Düsseldorf. Zwei Busse? Ja, denn wir wollen den Neu-Start der Schiffsreisen regelkonform und zugleich locker beginnen. Die behördlichen Regeln sind jedoch je Bundesland verschieden, nur das Ziel ist gleich: Sicherheit. Daher haben wir uns dafür entschieden, Abstand ja, Maske nur, wo sie zwingend notwendig ist. Also beim Ein- und Aus-Steigen, jedoch nicht während der Fahrt im Bus. Was für eine Erleichterung.

So kommen wir gut gelaunt am frühen Nachmittag in Düsseldorf an. Am Rheinufer gab es erst einmal einen Kaffee oder Eis. Bereits vor Reisebeginn hatten alle Gäste eine detaillierte Information bekommen, was an Bord passiert, was anders ist und welche Verhaltensregeln erwünscht und notwendig sind. Ebenso wurden wir vorab zu unserem aktuellen Gesundheitszustand befragt. Der wurde jetzt bei der Einschiffung auf der nickoVISION noch einmal überprüft. Alle mussten oben auf dem Sonnendeck zum Fiebermessen. Und diese Prozedur wurde allabendlich wiederholt. Als „Zufallsstichprobe“ wurde dann bei den Männern noch ein Covid-19-Schnelltest durchgeführt. Statt der umständlichen Probeentnahme im Rachen reichte ein kleiner Blutstropfen. Keiner infiziert. Alle Mann an Bord. Koffer auf die Kabine. Und dann gibt es eine kleine Fahrschule. An Bord wurde nämlich das Einbahnstraßensystem eingeführt. Jetzt führen nicht alle Wege nach Rom bzw. nach Manhattan, dem schönen kleinen Restaurant im Unterdeck. Schnell lernen wir die Wege kennen, damit gewährleistet ist, sich möglichst nicht aneinander vorbei schieben zu müssen. Die am häufigsten gestellte Frage und die mit großer Erleichterung aufgenommene Antwort bezog sich auf die Maskenpflicht. Ja, wenn man sich an Bord in den öffentlichen Bereichen bewegt, muss auch eine Nase-Mund-Schutzmaske getragen werden. Die ist jedoch nach Zielerreichung, sei es die Bar oder das Restaurant, entbehrlich. Also „laufen mit, sitzen ohne!“. Leider haben die von den Behörden genehmigten Hygiene-Regeln auch einige Opfer hervorgebracht. Nämlich Fitnessraum, Sauna, der kleine Pool, vor allem aber die öffentlichen Toiletten müssen geschlossen bleiben. Bei den Mahlzeiten gibt es die recht einfache, ja sogar sehr bequeme Umstellung von Büfett auf „am Platz serviert“ und die 6er-Tische wurden jeweils nur mit 4 Gästen belegt. Platz genug gibt es also, da sich die sonst bis zu 220 Passagiere auf 151 reduziert hatten und damit in den drei Restaurants viel „Zwischenraum“ gegeben ist. Hier können wir mittags ein 3-Gang Menü wählen, abends sind es gleich 4 Gänge. Immer 2 Vorspeisen, 2 Suppen, 3 Hauptgerichte (davon eines vegetarisch) und 3 Nachtisch-Varianten. Oder soll es doch mal das Rindersteak in Mario’s Grill sein?

Die Maskenpflicht ist zwar schnell zur Routine geworden, aber wie es so mit Routinen ist, kommt es auch mal zu Vergesslichkeiten. Nur mal schnell auf die Kabine? Da es die Einbahnstraßen gibt, fühlt man sich sicher - auch, wenn die Maske mal auf dem Tisch oder in der Kabine liegengeblieben ist.

Apropos Einbahnstraße. Das ist die sich am stärksten bemerkbar machende Neuerung. Sie bringt je nach Kabine längere Wege mit sich, denn der Aufzug darf nur von den geh-eingeschränkten Gästen genutzt werden. Die Bar ist also auf Deck 3. Für Mitteldeckkabinenbewohner heißt das, einmal den Gang runter zur hinteren Treppe, Treppe rauf, Gang nach vorne zu Lobby, Treppe runter und dann durch das Restaurant hindurch, Treppe rauf bis in die Bar. Gut, dass in dieser alle Varianten von Durstlöschern schon auf einen warteten. Gut auch, dass diese 100-Meter-Sprints doppelt so viel Kalorien wie sonst üblich abbauen und damit doppelten Genuss bei den leckeren Speiseangeboten gestatten. Das aber nur, wenn man sich auch an die Einbahnstraßen hält und nicht wie gelegentlich zur späten Stunde die „Abkürzungs-Option“ prüft und um die Ecke linst, ob jemand kommt. Das bedeutete wiederum, sich gelegentlich verschämt entschuldigen zu müssen, wenn man als „Geistergeher“ in falscher Richtung unterwegs war.

Diese ganzen Regelungen sind jedoch kein in Stein gemeißeltes Gesetzbuch, sondern sollen uns helfen, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Und das ist gelungen, auch ohne „Hygienepolizei“. Dazu haben auch die sehr pragmatischen Anweisungen des Kreuzfahrtdirektors beigetragen. Kombiniert mit dem festen Willen, mehr aufeinander Rücksicht zu nehmen, werden einige der Corona-bedingten Umstände an Bord verschwindend gering.

Das ist umso wichtiger, als immer noch einige Menschen recht zögerlich sind, ob denn nach den Monaten der Isolation gerade jetzt eine Flusskreuzfahrt die richtige Möglichkeit ist, langsam wieder in den Normalmodus schalten zu können. Doch, da bin ich sicher. Gerade die kleinen Schiffe, gerade die Reisen auf deutschen und europäischen Flüssen sind die beste Gelegenheit, mit den Einschränkungen umzugehen. Während der gesamten Reise ist es immer die gleiche Gästegruppe, der Kontakt zu „Schiffsfremden“, auch bei den Ausflügen, ist überschaubar gering. Anders als im Hotel, wo es zu täglichem Wechsel kommt. So fühlt man sich schnell in der „nickoVISION- Familie auf Zeit“ sicher und kann es unbeschwert genießen, tagsüber ohne eigenes Zutun von der Küche köstlich verwöhnt zu werden und den Abend in netter Gesellschaft bei Smalltalk und Cocktails zu verbringen.

Und warum gerade jetzt?! Weil jetzt in den noch nicht ganz „Nach-Corona-Zeiten“ - für die Gastronomie eine Katastrophe, für uns erfreulich - die Städte ziemlich leer sind. Keine kuai kuai (schnell schnell) über die Füße flitzenden Chinesentrauben, kein Gedrängel vorbei an fotowütigen Amerikanern. Die Drosselgasse in Rüdesheim, sonst nur ein Geschiebe, um an einen Schoppen Wein zu kommen, ist leer gefegt. Nette Bedienung, ein kleiner Absacker. Sehr angenehm.

Wer jetzt verreist, erlebt die Sehenswürdigkeiten ohne Warteschlangen und kann nach Herzenslust und ohne durch das Bild laufende Menschenmassen fotografieren, was gefällt. So entspannt wie jetzt war Verreisen lange nicht mehr. Also kommen Sie mit. Die nächsten Touren sind in Planung. Schauen Sie vorbei auf www.briotours.de 

Ihre Sabine Brinkmann