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ROCKY - 3 Oscars - 6 Filme - 30 Erfolgsjahre

Der Underdog, der sich hoch boxt. Kein krummer Weg, keine krumm gehauene Nase, wird ausgespart. 1976 war Sylvester Stallone mit 28 Jahre ein als Nebendarsteller schon etwas überalterter Nobody. Nach eigenem Drehbuch tänzelte er nun zum ersten Mal als Rocky Balboa über die Leinwand. David gegen Goliath. Ein Amateurboxer gegen den amtierenden Schwergewichts-Weltmeister. Doch der „Italian Stallion“ (der italienische Hengst) steht unerwartet alle Runden in Philadelphia durch. Er gewinnt - nicht den Kampf, aber den Respekt der Zuschauer und die Liebe der schüchternen Adrian(na). Einstecken können. Durchhalten wollen. Damit wurde Rocky zum Vorbild der 70er Jahre und zum Erfolg. An den Kinokassen waren es über 200 Millionen US-Dollar. Dazu gleich zehn Oscar-Nominierung, die auch dreimal Erfolg hatten. Mit fünf Nachfolger-Filmen wurde die ungewöhnliche Geschichte eines außen harten, innen sensiblen einfachen Italo-Amerikaners fortgeschrieben. 2006 wird nach 30 Jahren mit Folge VI der letzte Kampf von Stallone auf die Leinwand gebracht. Ein Comeback für Rocky. Ein Comeback für Stallone mit prominenter Unterstützung. Der ehemalige Halbschwergewichts-Weltmeister Tarver spielt den Gegner und zusammen mit dem umstrittenen Boxstar Mike Tyson als Berater sorgen er im Film für echte Faustkampf-Atmosphäre. Bei der Musical-Version sind die Klitschkos-Brüder für das authentische Drumherum zuständig.

ROCKY hat uns umgehauen

Als „Dr. Steelhammer“ im November 2012 in Hamburg über zwölf Runden seinen Titel verteidigte, wurde der Klitschko-Fight als Vor-Premiere mit Ausschnitte aus dem neuen Musical garniert. Da-tatata-tatata-tatata - kennt doch jeder - die Fanfare. Wenn Rocky im Schlachthaus auf Schweinehälften einprügelt, wenn Rocky die Treppen zum Museum in Philadelphia hinaufspurtet. Und „The Eye of the Tiger“ aus ROCKY III. Die Hymne des einsamen Aufsteigers. Anerkennung als die hart erkämpfte Beute, die nur Angesicht zu Angesicht mit übermächtigen Gegnern, also „im Auge des Tigers“ errungen werden kann. Eingängige Bilder. Gänsehaut machende Songs.

Von Beginn an spielt das Musical mit unseren Erinnerungen. Filmausschnitte, Szenen des Boxtrainings mit der verschwitzten Kapuzenjacke. Alles hautnah. Im TUI Operettenhaus in Hamburg wird eine schlichte Boxarena mit viel Technik und Fantasie zum Leben erweckt. Direkt im Zuschauerraum steht der seilumspannte Kampfplatz. Hautnah für eine dicht Erzählung. Packend. Umwerfend. 

Wir Frauen vom briOtours-Reiseteam waren alle vorher etwas skeptisch. Nach den tanzenden Nonnen von SISTER ACT jetzt die schluchzenden Faustkämpfer? Nein. Das ist kein Box-Spektakel mit Musik-Untermalung. Das ist eine tolle Geschichte vom amerikanischen Traum. Das ist eine spannende Story von einem Paar, das sich gegen alle Anderen stellt und zusammenfindet. Das ist ein Ohren- und Augenschmaus mit Knock Out-Garantie.

(Sabine Brinkmann)

 

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