Reisefinder

 
 
Kalender öffnen
 
 
 

Reiseblog CruiseTipps

Mo 13.02.12 - Von der Kälte ins den Frühling

Hotel RIU Chiclana in Novo Sancti Petri

Unsere Reisegruppe trifft sich auf dem Flughafen Hannover, alle Gäste sind von Zuhause vom Flughafentransfer abgeholt worden. Alle freuen sich, von den Minusgraden in Deutschland in wenigen Stunden in die frühlingshaften Temperaturen Andalusiens zu kommen.

Alle Gäste sind so schnell eingecheckt, dass die Maschine 20 min. früher als geplant abheben kann.

Und da uns unterwegs noch günstiger Rückwind beschleunigt, landen wir gute 45 Minuten früher in Jerez in Andalusien.

Die 1stündige Busfahrt nach Novo Sancti Petri stimmt alle in gute Laune, kein Wunder bei der Aussicht auf 7 Tage frühlingshafte Temperaturen statt Eis und Schnee. Noch dazu das ****Sterne Hotel RIU Chiclana mit dem Alles Inklusive Programm und viele schöne Ausflüge…

Nach der Begrüßung im ****Hotel RIU Chiclana und dem Bezug der Zimmer freuen sich alle aufs Abendessen. Das Büfett ist ebenso reichhaltig wie vielfältig. Lange und ausgiebig werden die leckeren Vorspeisen, Suppen, die Spezialitäten aus der Show-Cooking-Küche getestet. Und anschließen treffen sich die meisten beim Flamenco-Abend in der Bar, um natürlich auch das Alles-Inklusive-Angebot der Bar auszuprobieren. Und die ist sehr umfangreich… - besonders beliebt sind die verschiedenen Sherry-Angebote.

Di 14.02.12 Verwöhnen lassen und entspannen

Der Himmel ist blau, der Strand lädt zum Spazierengehen und Muschelsammeln ein. Das Alles-inklusive-Programm im Hotels lockt die Gäste aber auch zu Capucchino und Cocktails auf die Terrasse.

Der Pool sieht zwar verlockend aus, die Wassertemperatur mit geschätzten 15° C lässt aber alle Gedanken an ein Außenbad einfrieren. Auf das Schwimmen muss dennoch nicht verzichtet werden, der Innenpool hat ideale Badetemperatur.

Für heute haben wir für unsere Gruppe noch keinen Ausflug geplant, jeder kann und will den Tag nach eigenem Geschmack nutzen. Das Hotel ist nach der Winterpause die erste Woche geöffnet, es ist noch nicht voll belegt und so haben wir überall wunderbar Platz und alle Mitarbeiter freuen sich, uns unsere Wünsche zu erfüllen.

Und am Abend genießen wir einen traumhaften Sonnenuntergang.

Mi 15.02.12 Ausflug in Spaniens Geschichte nach Sevilla

Gleich nach dem Frühstück fahren machen wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Sevilla. Um diese Jahreszeit spüren wir noch nicht viel vom Spitznamen der Stadt : "Bratpfanne Spaniens". Das besondere mediterrane Klima mit ozeanischen Einflüssen sorgt für Spitzentemperaturen in Sevilla, Temperaturen über 40° C sind in den Sommermonaten nicht selten.

Unser erster Stopp ist die Plaza de América, der als Teil des Gesamtkonzeptes für die "Ibero-Amerikanische Ausstellung 1929" entstanden ist. Von dort fahren wir zum Plaza de España. Dieses beeindruckende Werk des bedeutendsten Architekten modernistischen Stils in Sevilla, Hannibal Gonzalez, hat es ebenfalls für diese Ausstellung errichtet. Es ist halbkreisförmig um einen künstlichen See angeordnet mit zwei eigenwilligen Endtürmen und großartigen Keramik-Ornamenten, die die Provinzen Spaniens symbolisieren. Das Bauwerk ist charakteristisch für die Stadt.

Nach dem Spaziergang durch die Stadt und dem jüdischen Geschäftsviertel besichtigen wir die Kathedrale von Sevilla. Sie gilt als die größte gothische Kirche der Welt und ist nach dem Sankt Petersdom in Vatikanstadt und der St. Paul`s Cathedral in London die drittgrößte Kirche weltweit. Wir sind tief beeindruckt von der Größe und der Ausstattung der Kathedrale.

Nach so viel spanischer Historie haben wir alle jetzt Lust auf spanisches Essen. Was liegt da näher als eine Tapas-Bar? Nach kurzer Suche finden wir ein schönes Lokal, wo wir gern Platz nehmen. Was können wir bestellen? Die Speisenkarte ist nur auf Spanisch, der Kellner spricht nur spanisch - kein Wort englisch. So wird die Bestellung zum Teil zum lustigen und überraschenden Essenraten. Lecker und dazu noch preiswert sind die Portionen, die uns dann frisch zubereitet serviert werden.

Leider bleibt uns für den Besuch des Alcázar keine Zeit und planen gleich, Sevilla noch einmal bei einer weiteren Reise zu besuchen - dann aber für mehrere Tage. Es gibt noch so viel zu sehen…


Do 16.02.12 Typisch Andalusien: Sherry und Pferde

Blick über Cadiz
Sherry Fässer Gonzales

Ein Teil unserer Gruppe macht heute den Ausflug "Sherry & Pferde". Als erstes besuchen wir in Jerez die bekannte Sherry-Bodega Tio Pepe. Beim Rundgang mit Einführung in die Sherry-Produktion steigt uns überall der Sherryduft in die Nase. So eingestimmt, probieren wir gern die verschiedenen Sorten. Und mit dem Geschmack auf der Zunge fällt dann auch die Wahl im Verkaufsraum von Tio Pepe leicht.

Mit ersten Souvenirs bepackt steigen wir in den Bus.

Anschließend haben wir Tickets für die Real Escuela, die königliche spanische Hofreitschule in Jerez.

Bei der anschließenden Fahrt nach Cadiz erleben wir nach einem kurzen Stadtrundgang den Torre Tavira mit der Kamera Oscura, mit der wir einen Live-Blick "von oben" auf das Leben von Cadiz haben. Das gibt sehr interessante und spannende Ein- und Ausblicke, ob das wohl mit unserem deutschen Datenschutz und der Privatsphäre in Einklang gebracht werden könnte?

Die anderen Gäste unserer Gruppe fahren an diesem Tag mit einer Bimmelbahn in den Nachbarort Chiclana. Die Führung im Stiermuseum ist auf Spanisch, durch Stan's Übersetzungen bekommen die Gäste einen Überblick über Ausstellung und Stierkämpfe in Spanien. Nach so viel "trockenen" Erläuterungen freuen sich jetzt alle auf die Verkostung in der Bodega. Hier gibt es nicht den bei uns so bekannten und gern getrunkenen Sherry, sondern einen Vino fino. Die Zutaten sind die gleichen wie beim Sherry, aber wie ein Champagner nur aus der Champagne stammen kann, darf sich der Vino fino nur "Sherry" nennen, wenn er aus dem andalusischen „Städtedreieck“ Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María stammt.

Mit Flaschen beladen treten die Gäste die Rücktour nach Novo Sancti Petri an.

 

 

Fr 17.02.12 Alles im Zeichn von very britisch

Heute steht ein Ausflug in das britische Königreich auf unserem Programm. Zu weit für einen Ausflug aus Andalusien? Nein, nach nur 2 Busfahrt-Stunden von unserem Hotel erreichen wir Gibraltar an der Südspitze von Andalusien. Hier an der Meerenge "Straße von Gibraltar", wo Europa und Afrika am dichtesten beieinander liegen, liegt diese unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs Großbritannien stehende Enklave.

Nachdem unsere Pässe kontrolliert wurden, darf unser Reisebus die Grenze überqueren. Hier heißt es umsteigen in einen Kleinbus, der uns als erstes mit einer kleinen Rundfahrt einen Überblick über den kleinen "Inselstaat" gibt. Anschließend geht es stetig bergauf, bis wir oben am Berg zu der Tropfsteinhöhle St. Michael's Cave. Der kathedralenhafte Charakter dieses Naturkunstwerkes wird durch Lichtakzente unterstrichen. Die gute Akustik wird auch für Konzerte genutzt.

Vor der Höhle warten die für Gibraltar berühmten Affen - die Berberaffen. Die Legende besagt, solange die Affen auf Gibraltar leben, bleibt „The Rock“ unter britischer Herschafft. Unser Fahrer hat in den langer Jahren seiner Tätigkeit Freundschaft mit vielen Affen geschlossen (die Nüsse in seiner Jackentaschenhaben sicher auch dazu beigetragen) und er kennt viele der Affen mit Namen.

Nach unserer B'esichtigungstour haben wir noch ausreichend Zeit, um zollfreie Einkäufe zu tätigen und natürlich auch, um typisch british zu essen: Fisch & Chips schmecken wie wir es auch England gewohnt sind. Währung ist das britsche Pfund, es kann aber auch - mit einem kleinen Aufschlag- in Euro bezahlt werden. Faszinierend ist auch die Sprache auf Gibraltar, eine Mischung aus Spanisch und Englisch, von den Einheimischen Spanglisch genannt.

In der Hohen Schule der Reitkunst zählt das Gestüt zu den besten der Welt, in 1 ½ Stunden sehen wir Dressurvorstellungen in vollendeter Perfektion. Ob Gespann-Fahren, klassische Dressur oder am Zügel geführte Dressur, die Choreografien fordern sowohl von Pferd als auch vom Reiter Perfektion und Höchstleistung. Ein Tipp für alle, die diese Vorführung auch einmal besuchen wollen: ein Sitzkissen hilft, dass die Eindrücke nicht durch die recht harten Kunststoffsitze beeinträchtigt werden. Besonders außerhalb der Sommermonate sind diese darüber hinaus auch noch kalt.

Sa 18.02.12

mit der Bimmelbahn hinauf ins Dorf
in den engen Gassen

Weiße Tupfer in der grün-braunen Landschaft Andalusiens: Das sind die berühmten Weißen Dörfer . Die weiß gekalkten Häuser reflektieren die Sonne, so wird vermieden, dass sich die Gebäude in den heißen Sommermonaten zu sehr aufheizen.

Unser Weg führt uns nach Arcos de la Frontera, das hoch oben auf einem Felsmassiv liegt. Eine kleine Bimmelbahn bringt uns vom Busparkplatz in wenigen Minuten nach oben ins Dorf, von hier haben wir einen grandiosen Blick über das Tal. Ein kurzer Spaziergang führt uns durch den Ort, mit den zwei Kirchen, die sich am liebsten beide als Hauptkirche von Arcos de la Frontera ansehen. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein. Gemütlich bummeln wir wieder hinunter zum Bus.

Unsere heutige Reiseleiterin, eine junge Deutsche, die seit einigen Jahren in Andalusien lebt und arbeitet, erzählt uns kleine Geschichten und Anekdoten über das Leben in Spanien. Besonders die Bedeutung des Wortes

mañana = gesprochen "manjana" ist für uns "typisch Deutsche" nur schwer zu verstehen. Übersetzt heißt es "morgen", was in der spanischen Auslegung sowohl in den nächsten 5 Minuten als auch in den nächsten 6 Monaten bedeuten kann.

 

 

So 19.02.12 Karneval auf Spanisch

Cadiz ist die Hochburg des Karnevals in Andalusien. Was liegt da näher, als heute, es ist ja Karneval, die Hauptstadt zu besuchen. Überall in der Innenstadt sind Grüppchen, Clubs, Freundeskreise und auch sehr professionell kostümierte Karnevalsgesellschaften unterwegs. Eine Besonderheit sind u.a.

Den großen Umzug der Karnevalswagen durch Cadiz am Abend bekommen wir leider nicht zu sehen. Er findet zu spät statt. Ein Grund, noch einmal in der Karnevalszeit nach Andalusien zu kommen…

die berühmten "Chirigotas", Gesangsgruppen, die für gewöhnlich aus zehn Sängern bestehen und von einer Pauke, einer Trommelbox (eine spezielles Perkussioninstrument) und Gitarren begleitet werden. Ihr Repertoire gilt als das satirischste unter allen Gesangsgruppen und die Qualität ihrer Lieder (geschrieben von lokalen Autoren) kann sehr gut sein. (Noch vor dem eigentlichen Karnevalsfest findet im Theater Gran Falla ein Gesangswettbewerb statt, der auch im spanischen Fernsehen übertragen wird). Heute sind sie in der ganzen Stadt beim "Konzert der Chöre" zu hören. An Plätzen und Hauseingängen geben sie ihre Konzerte und dort ist dann auch kein Durchkommen mehr. Gern bleiben die Besucher stehen, um den kritischen Texten zu lauschen. Überhaupt sind die engen Gassen von Cadiz rappelvoll. Und zwischen den Besuchern Stände mit typischen Karnevals-Snacks (kleine Spitztüten, die mit Mandeln oder kleine Krabben gefüllt sind. Oder Seeigel und Austern). Und als wenn es noch nicht genug Gedränge gibt, legen auch noch verschiedene Händler ihre Waren auf Tüchern auf der Erde aus.

 

Mo. 20.02.2012 Relaxen und Rückflug

Wir können noch einmal gemütlich ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Unser Flieger geht erst am Nachmittag und so können wir diesen herrlichen Tag noch gut nutzen, um die Sonnenstrahlen mit einem leckeren Cocktail (oder Sherry oder Kaffee) in der Hand zu genießen. Nach einer Woche Frühlingssonne landen wir am Abend wieder im - wie erwartet - kalten Hannover.